Porträt

Der Rote Panda

Ailurus fulgens
Der Rote Panda, auch Kleiner Panda, Katzenbär oder Feuerfuchs genannt, gilt als schönstes Säugetier der Welt. Mit seiner schelmischen dunklen Gesichtsmaske, dem leuchtend rot-braunen Fell und dem langen geringelten Schwanz ist es schwierig, dem nicht zuzustimmen.
NICHT BEURTEILT
NE
UNGENÜGE DATEN - GRUNDLAGE
DD
NICHT GEFÄHRDET
LC
POTENTIELL GEFÄHRDET
NT
GEFÄHRDET
VU
STARK GEFÄHRDET
EN
VOM AUSSTERBEN BEDROHT
CR
IN DER NATUR AUSGESTORBEN
EW
AUSGESTORBEN
EX

Steckbrief

Klasse:
Mammalia (Säugetiere)
Ordnung:
Carnivora (Raubtiere)
Familie:
Ailuridae
Überfamilie:
Canoidea (Hundeartige)
Größe:
51-73 cm Körperlänge, zzgl. 28-49 cm Schwanzlänge
Gewicht:
3-6 kg
Lebensraum:
Gemäßigt-kühle bis tropische Wälder mit dichtem Bambuswuchs, rund um das Himalaya-Gebirge in Höhen von 700 bis zu 5.000 Metern.
Verbreitungsgebiet:
Die steilen Hänge des Himalaya-Gebirges. Nepal, Indien, Myanmar, China/Tibet, Bhutan
Ernährungstyp:
Überwiegend herbivor (Pflanzenfresser)
Nahrung:
Bis zu über 90% Bambus, saisonal auch Früchte, Wurzeln, selten Insekten, Vogeleier, kleine Tiere.
Lebensweise:
Vornehmlich Einzelgänger mit eigenen Revieren, außer in der Paarungszeit.
Tag-/Nachtaktiv:
Forscher gingen lange von einem vor allem dämmerungs- und nachtaktiven Lebensweise aus. Aktuellere Studien haben aber viele vorwiegend tagaktive Tiere beobachtet.
Geschlechtsreife:
Mit 18-20 Monaten
Fortpflanzungszeit:
Paarungszeit: Januar bis März, Geburten: Juni bis Juli
Tragzeit:
144-145 Tage
Zahl der Jungen pro Geburt:
1-4, meistens 2
Population/Gefährdung:
Rote Pandas sind stark gefährdet (IUCN: Endangered; CITES Appendix 1). Schätzungen zufolge gibt es noch etwa 17-20.000 Rote Pandas. Die größten Gefahren sind: Zerstörung und Fragmentierung des Lebensraumes, Wilderei, illegaler Handel, Waldbrände, Straßenbau, Störung durch Menschen und Nutzvieh. In China ist die Population in den letzten 50 Jahren um 40% gesunken.
Schon gewusst?:
• Der Zoologe Frédéric Cuvier, der den Roten Panda 1825 als erster wissenschaftlich beschrieb, sagte über ihn, der Rote Panda sei wohl das schönste Säugetier auf Erden.
• Der wissenschaftliche Name des Roten Pandas „Ailurus fulgens“ bedeutet wörtlich übersetzt „leuchtende/glühende Katze“.
• Mit seinem Namensvetter, dem Großen Panda, ist der Kleine Panda nicht näher verwandt. Die beiden Arten teilen lediglich einen verlängerten Knochen im Handgelenk, der wie ein Daumen funktioniert – und ihre Vorliebe für Bambus.